Wie viel Wind weht in Heidelberg?

Der Windatlas Baden-Württemberg gibt eine gute erste Orientierung über das Windenergiepotential in Heidelberg. Die Angaben zur Windgeschwindigkeit wurden mit einem Computer-Rechenmodell ermittelt. Solche Modellrechnungen weisen grundsätzlich Ungenauigkeiten auf und dies gilt besonders in dem bergigem Gelände des Odenwaldes und der angrenzenden Rheinebene. Daher ist für die Entscheidung über die Investition in Windkraftanlagen immer eine Windmessung am vorgesehenen Standort und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse erforderlich, die die Windgeschwindigkeiten, den Stand der Windenergietechnik, die Anlagenpreise und die Erlöse für den Windstrom berücksichtigt.

Für die Ausweisung von Flächen im Flächennutzungsplan ist eine solche Untersuchungstiefe nicht finanzierbar und nicht sinnvoll, da sich die Faktoren für die wirtschaftliche Bewertung weiter entwickeln. Auf Basis des Windatlasses lässt sich nach heutigem Stand abschätzen, dass die im Entwurf des Flächennutzungsplans vorgeschlagenen Konzentrationszonen für Windenergie, die auf den Höhenlagen des Odenwaldes liegen, im Bereich einer wirtschaftlich sinnvollen Nutzbarkeit liegen, während die Flächen in der Ebene, insbesondere das Gebiet Kirchheimer Mühle eher keinen wirtschaftlich Betrieb erwarten lassen.

In der Begründung des Nachbarschaftsverbandes, die nebenstehend als Download verfügbar ist, sind weitergehende Quellen untersucht worden (z.B.Windpotenzialstudie des VRRN, Windatlas der Nachbarländer). Dort ist ausführlich dargestellt, warum auch in der Rheinebene geplant wird (vgl. ausführlich die Begründung Kap. 5.1.1, S.89ff, insbesondere das Fazit auf S. 98).

Den vollständigen Windatlas Baden-Württemberg und ausführliche Informationen zum Thema Windenergie finden sie auf den Seiten des Kompetenzzentrums Windenergie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.