Warum wird in Heidelberg über Windenergie diskutiert?

Das Land Baden-Württemberg möchte den Ausbau von Windenergie vorantreiben. Mit einer Gesetzesänderung und dem Windenergieerlass hat es die Weichen dafür gestellt. Auch in Heidelberg könnten künftig Windräder gebaut werden. Derzeit entwickelt der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim einen Flächennutzungsplan mit möglichen Standorten.

Momentan sind Windenergieanlagen aufgrund des bestehenden Regionalplans „Windenergie“ in Heidelberg rechtlich nicht zulässig. Dieses Bauverbot wird jedoch in absehbarer Zeit entfallen. Damit werden Windenergieanlagen grundsätzlich überall möglich, solange keine sonstigen öffentlichen Belange entgegenstehen. Eine gezielte Standortsteuerung ist dann nur über den Flächennutzungsplan möglich. Im Flächennutzungsplan können sogenannte Konzentrationszonen für Windenergie ausgewiesen werden, außerhalb dieser Flächenbereiche werden Windenergieanlagen dann unzulässig.

Für Heidelberg, Mannheim und 16 weitere Kommunen erarbeitet der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim deshalb einen Flächennutzungsplan. Er hat in einem ersten Planentwurf mögliche Konzentrationszonen ermittelt, auf denen künftig Windräder gebaut werden könnten. Außerhalb dieser Konzentrationszonen wären Windenergieanlagen dann unzulässig. 17 mögliche Konzentrationszonen stehen im Gebiet des Nachbarschaftsverbands aktuell zur Diskussion, sieben davon in Heidelberg. Sehen Sie hier, welche Flächen zur Diskussion stehen.

Die Stadt Heidelberg muss im kommenden Frühjahr Stellung zum Flächennutzungsplan beziehen. Konzentrationszonen könnten im weiteren Verfahren noch eingegrenzt oder gänzlich gestrichen werden. Gemäß den Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung möchte die Stadt Heidelberg ihre Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess beteiligen. Hier finden Sie nähere Informationen zu Ihren Beteiligungsmöglichkeiten.

Auch der Nachbarschaftsverband bietet eine Bürgerbeteiligung an. Zentraler Gegenstand ist die Frage, ob oder inwieweit die Flächen für Windenergieanlagen nach Zahl und Größe weiter reduziert werden sollen. Damit wären dann entsprechend weniger Windenergieanlagen möglich.

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